Luzernerfest 2011
Galerie 1
Galerie 2
Galerie 3 - Feuerwerk
Galerie 4 - Feuerwerk
Galerie 5 - Feuerwerk
Publikums- und wettermässig war auch das diesjährige Luzernerfest wieder eine Erfolgsgeschichte. Geschätzte 100'000 Zuschauer und immer sonniger werdendes Wetter am Samstagnachmittag bis hin zu einer warmen Sommernacht sorgten für die einmalige Kulisse. Doch wo die Sonne scheint, fällt auch Schatten hin. Auch beim Luzernerfest. Die negativen Aspekte mehren sich von Jahr zu Jahr. So stagniert beispielsweise der Rondellenverkauf, der ja eigentlich dem guten Zweck, der hinter dem Luzernerfest steht, dienen sollte. Immer mehr Leute konsumieren nur noch die gebotenen Attraktionen wie Flugshow und Feuerwerk, ohne einen Gedanken darüber zu verlieren, was das eigentlich kostet. Und wer nach dem Feuerwerk in später Nacht oder am Tag danach sich auf Luzerns Plätzen und Strassen bewegte, schämte sich einmal mehr für die gebetsmühlenartig vorgetragene Behauptung der Luzerner SP-Stadträtin Ursula Stämmer, wonach Luzern das Littering-Problem im Griff habe. Trotz massenweise aufgestellten Abfallcontainern war die Stadt Luzern nach dem Fest ein einziger Müllhaufen. Wer etwas anderes behauptet, muss die Stadt mit geschlossenen Augen beobachtet haben, wie es scheinbar Frau Stämmer zu tun pflegt.
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SP-Stadträtin Ursula Stämmer in der NLZ:
«Wir haben das Littering-Problem im Griff...»
Ob die musikalische Anbiederung für die Begleitmusik des Feuerwerks an das Teenager-Publikum mit knalliger Popmusik, wie man sie normalerweise beim Einkaufen im Migros-Lift zu hören bekommt, wirklich das Gelbe vom Ei ist, darf bezweifelt werden. Dass aber auf dem Bahnhofplatz nach dem Ende des Feuerwerks auch noch die Bumbum-Techno-Sounds von Radio 3fach die ohnehin vorhandene Aggression bei den vielen Angeheiterten und Besoffenen anstacheln musste, ist - gelinde ausgedrückt - eine Schweinerei. Wer sich nach Mitternacht auf den Busperrons auf den Heimweg machte, kann ein Lied davon singen, wie angenehm es ist, von alkoholisierten Jugendlichen angepöbelt zu werden und über Erbrochenes hinweg in den Bus zu steigen. Eine blutige Messerstecherei auf dem neuralgischen Problemplatz der Stadt Luzern war denn auch die Folge der fehlenden Polizeipräsenz.
Schade, denn letztendlich bleiben einem bei jedem Event die letzten Bilder und Emotionen in der Erinnerung haften. Das hat das Luzernerfest nicht verdient.
Text und Fotos: Joseph Birrer
29.6.2011